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Reise mit dem Fahrrad nach Tarifa

Mai 5, 2020 - Lesezeit: 3 Minuten

Seit nunmehr gut einer Woche bin ich auf meiner Reise mit dem Fahrrad unterwegs, mein Ziel ist Marokko. Nach einem zusätzlichen Tag in Jerez, an dem ich die Altstadt besichtigte, die, wie ich finde sehr sehenwert ist, startete ich meine erste Etappe ca. 60 Km nach Conil dela Frontera, an der Küste gelegen. Leider wollte an diesem Tag das Wetter nicht so recht mitspielen, so hatte ich nicht nur mit heftigem Gegenwind zu kämpfen, sondern auch mit häufigen starken Regenschauern. Ziemlich abgekämpft habe ich dann auf einem Campingplatz ein Bungalow gemietet, denn die Option mitten im Schlamm zu zelten, schien mir nicht erstrebenswert.

Der Nächste Tag begrüßte mich mit weiterem starken Regen und raubte mir die Lust am Radeln gänzlich, so dass ich mir nach ein paar Kilometern in der Stadt Conil ein Zimmer suchte, denn für den nächsten Tag war besseres Wetter vorausgesagt.

Conil, ein ehemaliges Fischerdorf, ist heute ein Touristenort mit einem großen langen Strand. Im Sommer ist dort sicher einiges los, ich empfand diesen Ort als langweilig.

So ging es dann am nächsten Tag weiter. Tarifa, die Hafenstadt an der Straße von Gibraltar war mein Ziel. Kurz hinter Barbate lud mich ein schön gelegener Campingplatz bei schönsten Sonnenschein zum Verweilen ein. Also schlug dort schon nach etwa 40 Km mein Zelt auf und kam mit Rentner aus Deutschland ins Gespräch, die in Ihren Wohnmobilen überwintern.

Gespickt mit wertvollen Tips für die Route der nächsten Etappe ging es weiter Richtung Tarifa. Über Hügel mit strammen Steigungen und teilweise unbefestigten , leider auch etwas matschigen Wegen, aber durch eine wunderschöne Landschaft, musste ich mein Fahrrad manchmal schieben und dabei schwitzen und keuchen. Dies sollte auf meiner Radreise durch Marokko öfter passieren. Dabei kamen Überlegungen auf, was man an Gepäck entbehren und zurückschicken kann. Mir fällt aber nichts ein und so werde ich wohl oder übel mich mit meinem Packesel weiterhin über die Hügel kämpfen müssen und was die Route und Etappenlänge betrifft „kleinere Brötchen backen“ müssen. Entdecke die Langsamkeit.

So ist es nun mal, wenn man Ausrüstung und Werkzeuge allein transportiert und nicht auf mehrere Räder verteilen kann. Ich hoffe allerdings das sich mein Trainingsstatus noch im laufe der Radreise verbessern wird.

Nun befinde ich mich auf dem sehr empfehlenswerten Campingplatz „Torre Dela Pena“, ein paar Kilometer vor Tarifa, der terrassenförmig angelegt, einen sehr schönen Ausblick auf die Straße von Gibraltar und die marrokkanische Küste freigibt. Ein Fährticket habe ich schon in der Tasche, demnächst geht es rüber nach Tanger, aber nicht ohne vorher noch mit einigen älteren Herrschaften, die hier überwintern, noch ein paar Koteletts zu grillen und ein paar Bier zu trinken. Denn damit wird zukünftig erst einmal Schluß sein. Das Rad macht leider auch noch ein paar Probleme und möchte geschraubt werden.

Der nächste Beitrag kommt dann aus Afrika, die Küste kann ich schon sehen und ich muß sagen sie lockt mich sehr.

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